Sie waren sündenfrei, obwohl sie mit eigenen Händen jemanden ermordet haben.
„Andererseits verroht man durch das ständige Töten [in Videospielen] am Bildschirm. Man hat keine Gewissensempfindungen mehr, so wie beispielsweise auch ein Kampf-Pilot, der in seinem Flugzeug sitzt, den Auslöser drückt und auf dem Bildschirm dann sieht, wo seine Rakete hinfliegt. Der Pilot hat überhaupt nicht das Gefühl, Menschen getötet zu haben, weil er nicht direkt daran beteiligt war. Früher wurden die Krieger auch so ausgebildet, dass sie direkt mit ihren eigenen Händen Menschen umgebracht haben und sich trotzdem nicht mit den Sachen identifiziert haben. Aber die hatten auch nicht darunter gelitten. Sie hatten auch kein Unrechtsbewusstsein und damit auch keine Sünden. Sie waren sündenfrei, obwohl sie mit eigenen Händen jemanden ermordet haben.“ (S.88)
Das ist die Aussage eines Hochgradfreimaurers aus Jan van Helsings Buch Geheimgesellschaften 3 – Krieg der Freimaurer, 6. Auflage 2023.
An einer anderen Stelle im Buch wiederholt der Freimaurer: „Wer kein Unrechtsbewusstsein hat, hat auch keine Sünde. So wird es in der Freimaurerei behandelt. Wer nicht sündigt, hat auch keine Schuldgefühle.“ (S.213)
Die Freimaurer malen sich die Welt so, wie es ihnen gefällt: Machst du einen Fehler, sag einfach, es war keiner, und damit brauchst du auch keine Konsequenzen zu tragen. Bringst du Menschen um, bist du ohne Sünde, weil du dir einredest, dass du nichts Falsches gemacht hast. Eigentlich können sich damit die Freimaurer und ihre „Vorgesetzten“, die Illuminati, alles erlauben, während die gewöhnliche Menschheit sich an die menschengemachten Gesetze halten muss.
Was ist Sünde
Vielleicht sollten wir den Begriff „Sünde“ etwas näher beleuchten.
In der christlichen, westlichen Welt hat man uns über Jahrhunderte mit Hilfe der „Sünde“ dauerhaft Schuldgefühle eingeredet. Alles, was der Kirche an menschlichen Glaubensmustern, Handlungen oder auch spirituellen Strömungen nicht gefiel oder als Bedrohung betrachtet wurde, bezeichnete sie kurzerhand als Sünde. Denn wer sich schlecht fühlt, lässt sich leichter manipulieren. So jemanden kann man gut für seine Zwecke benutzen.
Geht man in die östliche Welt, so könnte Sünde mit dem Begriff „Karma“ in Übereinstimmung gebracht werden. Karma bedeutet nichts anderes, als dass man mit seinen vergangenen Taten irgendwann wieder konfrontiert wird.
Auch hier hat die Freimaurerei ein anderes Bild:
„Du hast kein Karma, wenn du sündenfrei bist. Das bedeutet, dass man sein Karma auflösen kann“ (S.160)
Eigentlich wurde diese Aussage vom Hochgradfreimaurer nicht richtig formuliert. Richtiger aus seiner Sicht wäre wohl: „ Du hast kein Karma, wenn du sündenfrei bist. Das bedeutet, dass man kein Karma hat.“ Wenn ich Karma auflösen muss, dann habe ich es ja bereits. Aber hier geht es darum, dass man kein Karma hat, wenn man glaubt, sündenfrei zu sein.
Kein Unrechtsbewusstsein – keine Sünde
Ist das wirklich so einfach? Machen wir es an einem Beispiel fest:
„Der Angriff auf eine Schule in Minab 2026 war ein Luftangriff, der am 28. Februar 2026, dem ersten Tag des Irankrieges, in der Stadt Minab, Provinz Hormozgan, Iran, stattfand. Dabei wurde die Grundschule für Mädchen Shajareh Tayyebeh (persisch شجرهٔ طیبه, wörtl. ’gesegneter Baum‘) durch einen US-amerikanischen BGM-109 Tomahawk-Marschflugkörper zerstört. Das eingestürzte Dach begrub die Schulkinder unter sich. Iranischen Medienberichten zufolge starben 168 Menschen, die meisten davon Schulkinder; etwa 95 Menschen wurden verletzt. Bis zum 5. März 2026 war dieser Angriff der größte mit zivilen Opfern im Konflikt.
Interne Untersuchungen der US-Streitkräfte kamen zum vorläufigen Ergebnis, dass die Vereinigten Staaten höchstwahrscheinlich für den Angriff verantwortlich seien.“
Es handelt sich um wahre Begebenheiten, deren Sachverhalt Wikipedia entnommen wurde.
Die Mädchenschule im Iran wurde also von mindestens einem Tomahawk-Marschflugkörper getroffen. Das Ereignis in Gang gebracht hat ein amerikanischer Pilot in seinem Kampfflugzeug. Er drückte auf Befehl auf den Auslöser, um die Rakete zu starten, damit sie in die Mädchenschule fliegt und den größtmöglichen Schaden anrichtet.
Hat der Pilot nur seine Pflicht erfüllt? Es war schließlich Krieg, und er hat sein Land gegen den Feind verteidigt.
Man muss sich klar machen, dass es in Momenten des Unrechts wie in diesem Beispiel zu einer direkten Verbindung zwischen dem Täter und dem Opfer/ den Opfern kommt, auch wenn der Täter nicht räumlich am Ort des Geschehens ist. Denn es ist alles mit allem quantenverschränkt, da spielt die Entfernung keine Rolle.
Was also passiert im Moment des Einschlages und danach, wenn die Kinder sterben? Es werden bei den Sterbenden viele Emotionen freigesetzt: Entsetzen, nicht Verstehen, Wut, Empörung, nicht Sterben wollen und vor allem große Schmerzen. Durch die Quantenverschränkung fließt all das zum Piloten hin, der das wahrscheinlich gar nicht merkt und sich sicher ist, alles richtig gemacht zu haben. – Das ist der Moment der Sünde oder eben des Anhäufens von Karma. Es spielt keine Rolle, ob der Pilot glaubt, dass er das Richtige getan hat. Es handelt sich hier um das Wirken spiritueller Gesetze, da sind mentale Glaubenssätze einfach irrelevant.
Wie kann der Pilot sein Karma wieder auflösen?
Das geht nur, indem er sich der Situation erneut stellt. Er geht gedanklich zu diesen Ereignissen zurück und lässt alle Gefühle, die es in diesem Zusammenhang gibt, zu – also auch die eigenen, die er in jenem Moment gar nicht wahrgenommen hatte. Das ist ein äußerst schmerzhafter Prozess, der viel Zeit in Anspruch nimmt, dazu gehört auch die anschließende Heilung. Aber der Pilot muss auch sich selbst heilen, weil etwas in ihm ebenfalls aus dem Gleichgewicht geraten war. Vielleicht bittet er die Angehörigen der getöteten Mädchen irgendwann um Entschuldigung, das kann er auch in einer Zeremonie für sich allein tun, er muss es nicht in aller Öffentlichkeit tun. Er heilt die Seelen der Getöteten, der Hinterbliebenen sowie das verletzte Feld trotzdem, weil er verstanden hat, was er verursacht hat. Es geht hier also ganz offensichtlich darum, dass der Pilot für sein Handeln die volle Verantwortung übernimmt.
Kann man etwas Verletzendes tun und trotzdem Karma vermeiden?
Ja, es ist möglich, Aber das ist eine sehr hohe Kunst! Dafür muss man wirklich sehr bewusst sein, und das sind die wenigsten von uns.
Bleiben wir bei dem amerikanischen Piloten, der gleich den Marschflugkörper von seinem Flugzeug aus starten wird. Er weiß, dass er großen Schaden anrichten wird. Egal ob es ein militärisches oder ein ziviles Ziel ist, es wird auf jeden Fall Opfer geben, aber er will die daraus resultierenden Konsequenzen sofort tragen.
Er öffnet sich für die Gefühle, die sich zeigen werden, er stellt sich ihnen im Moment des Einschlages der Rakete.
Wenn er jetzt alles zulässt und alles fühlt, dann weiß er, dass er nie wieder so viel Leid auf sich laden will.
Die Befehlshaber, die die Entscheidung getroffen haben, diese Schule angreifen zu lassen, haben das gleiche Leid und die gleiche Sünde auf sich geladen, egal ob sie Freimauer sind oder nicht. Und eines Tages werden sie sich dem stellen müssen, ob sie wollen oder nicht – in diesem Leben oder in einem anderen.
Schlussbemerkung
Wie man also sieht, sind die Freimaurer sehr theoretisch bzw. philosophisch in ihrem Wissen und haben keine Ahnung von seiner richtigen Anwendung. Andernfalls wären sie viel empathischer, und sie würden verstehen, dass sie sich auf einem Irrweg befinden.







